Schadensminderungspflicht

Schadensminderungspflicht

 Ein Begriff aus dem Schadenersatzrecht. Die in § 1304 ABGB geregelten Schadensminderungspflicht ist die Obliegenheit des Geschädigten, seinen Schaden möglichst gering zu halten.

Die Verpflichtung des Geschädigten, den eingetretenen Schaden möglichst gering zu halten, besteht nur insoweit als ihm ein entsprechendes Verhalten möglich und zumutbar ist. Nur eine schuldhafte Verletzung der Schadensminderungspflicht kann zur Kürzung der Ansprüche des Geschädigten führen.

Eine Verletzung der Schadensminderungspflicht liegt etwa dann vor, wenn der Geschädigte Handlungen unterlassen hat, die geeignet gewesen wären, den Schaden abzuwehren oder zu verringern, obwohl sie (objektiv betrachtet) von einem verständigen Durchschnittsmenschen gesetzt worden wären, um eine nachteilige Veränderung des eigenen Vermögens hintanzuhalten. Was dem Geschädigten dabei zuzumuten ist, bestimmt sich nach den Interessen der beteiligten Personen und nach den Grundsätzen des redlichen Verkehrs.

Lexikonübersicht
     196
     Einträge


Artikel einsenden



Dieser Artikel:
zuletzt aktualisiert: 20.06.2015
Aufrufe gesamt: 5583
Autor(en): rechteinfach

siehe auch:
Schadenersatzrecht