Schadenersatz

Schadenersatz

Grundsätzlich trägt jeder seinen Schaden selbst. So auch der § 1311 ABGB.


§ 1311. Der bloße Zufall trifft denjenigen, in dessen Vermögen oder Person er sich ereignet. Hat aber jemand den Zufall durch ein Verschulden veranlaßt; hat er ein Gesetz, das den zufälligen Beschädigungen vorzubeugen sucht, übertreten; oder, sich ohne Noth in fremde Geschäfte gemengt; so haftet er für allen Nachtheil, welcher außer dem nicht erfolgt wäre.


Der Schadenersatz ist eine Ausnahme dieser grundsätzlichen Regel. Ex contractu Haftung, die sich aus einer Vertragsverletzung (Haupt- oder Nebenleistungspflichten, Verhaltenspflichten, vorvertragliches Schuldverhältnis) ergibt. Ex delicto Haftung desjenigen, der gegen absolute Rechte, Schutzgesetze oder die guten Sitten verstößt. Nach § 1323 gilt das Primat der Naturalsrestitution, das Prinzip der Herstellung in Natur (Zurückversetzung in den vorigen Stand. Der Geschädigte ist in Natur so zu stellen, wie er ohne das schädigende Ereignis stünde. Eine gestohlene Sache muss zurückgegeben, eine beschädigte instandgesetzt werden. Für zerstörte Sachen sind gleichartige und gleichwertige Sachen anzuschaffen. Nur wenn die Naturalherstellung nicht möglich oder „nicht tunlich“ ist, muss Geldersatz geleistet werden. Untunlichkeit ist vor allem gegeben, wenn die Wiederherstellung wegen der hohen Kosten unwirtschaftlich wäre.
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zuletzt aktualisiert: 11.03.2010
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Autor(en): rechteinfach

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