Einwendungsdurchgriff

Einwendungsdurchgriff

Der Einwendungsdurchgriff ist ein Begriff aus dem Verbraucherkreditgesetz (VKrG) im Zusammenhang mit dem sogenannten verbundenen Kreditvertrag. 

Ein verbundener Kreditvertrag liegt vor, wenn der Kreditvertrag ganz oder teilweise der Finanzierung eines Vertrags über die Lieferung bestimmter Waren oder die Erbringung einer bestimmten Dienstleistung dient und mit dem finanzierten Vertrag objektiv betrachtet eine wirtschaftliche Einheit bildet. Das ist unter anderem der Fall, wenn der Kredit dem Verbraucher vom Warenlieferanten oder Dienstleistungserbringer selbst gewährt wird (zu den sonstigen Voraussetzungen siehe § 13 VKrG).

Im Fall eines verbundenen Kreditvertrags kann der Verbraucher die Befriedigung des Kreditgebers verweigern, soweit ihm Einwendungen aus dem Rechtsverhältnis zum Lieferanten oder Dienstleistungserbringer gegen diesen zustehen und von ihm erfolglos gegen den Lieferanten oder Dienstleistungserbringer geltend gemacht wurden. 

 

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zuletzt aktualisiert: 16.06.2015
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Autor(en): rechteinfach

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