Einsichtsrecht in Patientenakte und Krankenunterlagen

Einsichtsrecht in Patientenakte und Krankenunterlagen

Es besteht ein Recht des Patienten auf Einsicht in die Patientenakten und Krankenunterlagen.

Geregelt ist dies im § 51 Ärztegesetz.

§ 51. (1) Der Arzt ist verpflichtet, Aufzeichnungen über jede zur Beratung oder Behandlung übernommene Person, insbesondere über den Zustand der Person bei Übernahme der Beratung oder Behandlung, die Vorgeschichte einer Erkrankung, die Diagnose, den Krankheitsverlauf sowie über Art und Umfang der beratenden, diagnostischen oder therapeutischen Leistungen einschließlich der Anwendung von Arzneispezialitäten und der zur Identifizierung dieser Arzneispezialitäten und der jeweiligen Chargen im Sinne des § 26 Abs. 8 des Arzneimittelgesetzes, BGBl. Nr. 185/1983, erforderlichen Daten zu führen und hierüber der beratenen oder behandelten oder zu ihrer gesetzlichen Vertretung befugten Person alle Auskünfte zu erteilen.

Im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie gibt es davon eine Ausnahme, das sogenannte therapeutisches Privileg („therapeutischer Vorbehalt“). Bei akuter Belastung des Patienten kann das Einsichtsrecht zum Wohl des Patienten eingeschränkt werden. Dieses therapeutisches Privileg ist gesetzlich nicht verankert, sondern wurde von der Judikatur entwickelt und ist umstritten.

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zuletzt aktualisiert: 08.11.2011
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Autor(en): rechteinfach

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