Devastationsklage

Devastationsklage

Mit der Devastationsklage hat der Pfandgläubiger die Möglichkeit die Unterlassung von faktischen und rechtlichen Einwirkungen auf das Pfand durchzusetzen (§ 458 ABGB).

Beispiel: A verpfändet an B seinen Olivenhain. Anschließend verpachtet A seinen Olivenhain an seinen Freund C um einen Euro (unbefristet). 

In obigem Beispiel wäre im Fall der Pfandverwertung (durch Versteigerung) wenig zu erlösen. Für einen möglichen Bieter wird der Olivenhain aufgrund des bestehenden Pachtvertrags uninteressant.

Genau so ein Vorgehen soll mit der Devastationsklage verhindert werden können.

Die Devastationsklage ist aufgrund ihrer dinglichen (sachenrechtlichen) Natur auch gegen Dritte (also in obigem Beispiel der Pächter C) zulässig.

 

Siehe auch:

Pfandrecht

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zuletzt aktualisiert: 22.07.2011
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Autor(en): rechteinfach

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