Beitragstäter

Beitragstäter

Beitragstäter ist, wer in sonstiger Weise zur Ausführung einer strafbaren Handlung beiträgt. Als Beitrag kommen grundsätzlich alle Handlungen in Betracht, welche die Ausführung der Tat durch einen anderen ermöglichen, erleichtern, absichern oder in anderer Weise fördern.

Der Beitrag zur Ausführung der Tat kann physisch oder psychisch sein. Ein psychischer Tatbeitrag kann etwa in der Erteilung von Ratschlägen oder dem Bestärken im Tatentschluss erfolgen.

Die verschiedenen Täterschaftsformen – unmittelbare Täterschaft, Bestimmungs- und Beitragstäterschaft – sind in Österreich in § 12 StGB geregelt: „Nicht nur der unmittelbare Täter begeht die strafbare Handlung, sondern auch jeder, der einen dazu bestimmt, sie auszuführen, oder der sonst zu ihrer Ausführung beiträgt.“

Für die Bestimmungs- und Beitragstäterschaft gilt derselbe Strafrahmen wie für den unmittelbaren Täter, wobei der Beitragstäter tendenziell geringer, der Bestimmungstäter tendenziell höher bestraft wird. Jeder der Beteiligten verwirklicht sein eigenes Unrecht und ist nach seiner eigenen Schuld, unabhängig von der rechtlichen Beurteilung der anderen, zu bestrafen. 

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zuletzt aktualisiert: 12.07.2011
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Autor(en): rechteinfach

siehe auch:
Bestimmungstäter