Bauwerkehaftung

Bauwerkehaftung

Der Besitzer eines Bauwerks haftet für Schäden, die durch Einsturz des Gebäudes oder herabfallende Teile entstanden sind, es sei denn, er beweist, dass er entsprechende Vorkehrungen zur Abwendung des Schadens getroffen hat. Rechtliche Grundlage ist § 1319 ABGB.

Bei der Bauwerkehaftung besteht somit eine Beweislastumkehr: Der Besitzer kann sich nur von der Haftung befreien, wenn er beweist, dass er alle notwendigen Vorkehrungen getroffen hat.

Der Begriff Bauwerk wird weit interpretiert und bezeichnet jeden künstlichen Aufbau (zB ein Baugerüst, Zaun, Sendemast), aber etwa auch eine Grube.

Nach der Lehre ist auf Schädigungen durch Dachlawinen die Bauwerkehaftung analog anzuwenden.

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zuletzt aktualisiert: 01.07.2015
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Autor(en): rechteinfach

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